SAT-DSL – Die Alternative zum herkömmlichen Internet

Viele Internetnutzer kennen dieses Problem. Eine schnelle Übertragung steht leider nicht jedem über das Kabel oder den TV-Anschluss zur Verfügung. In großen Ballungsgebieten sieht die Übertragung recht gut aus. In den ländlichen Regionen haben die Kabelleitungen jedoch ihre Schwachstellen. Hier findet man oftmals keine gute Vernetzung vor. Abhilfe kann an dieser Stelle DSL über Satellit schaffen. So kann man überall eine gute Datenübertragung erreichen.

Das Besondere an DSL über einen Satelliten

Bei dieser Form der Datenübertragung wird auf eine besondere Satellitentechnik zurückgegriffen. Als Voraussetzung dafür gilt, dass man eine entsprechende Satellitenschüssel besitzt. Diese muss auf den Satelliten ausgerichtet werden, damit man das Signal empfangen kann. So ist die Datenübertragung überall und jederzeit möglich. Viele Anbieter vertrauen dabei auf die Satelliten namens Eutelsat oder Astra. Die Funktionsweise der Datenübermittlung erfolgt genauso wie beim Fernsehempfang.

Es gilt zu beachten, dass eine DSL-Verbindung über einen Satelliten nur dann wirklich Sinn ergibt, wenn eine vernünftige Übertragung über das Kabel nicht die gewünschte Leistung erzielen kann.

Die unterschiedlichen Tarife

Wie auch bei klassischen DSL-Tarifen kann man bei einer DSL-Übertragung per Satellit verschiedene Konstellationen wiederfinden. Diese unterschieden sich nicht nur in ihren Kosten, sondern auch um Datenvolumen und der Geschwindigkeit. Viele Tarife bewegen sich bei den Downloadgeschwindigkeiten zwischen 10 und 16 Mbit/s. Dies sollte mindestens zur Verfügung stehen, damit man von einer schnellen DSL-Verbindung sprechen kann. Auch Uploadgeschwindigkeiten von bis zu 1 Mbit/s werden angeboten. Dies kann ebenfalls überzeugen.

Wichtig bei den Tarifen ist, dass man auf eine Flatrate im Bereich des Internets setzt. So kann es nicht zu einer Drosselung kommen, wenn das Datenvolumen des Vertrags aufgebraucht ist. Nur so stellt man sicher, dass man die schnelle Verbindung allumfassend nutzen kann. Wie auch bei anderen Tarifen kann man die Internetflat direkt mit einer Telefonflat verbinden. Hierbei sollte man jedoch genauestens abwägen, welche Leistungen man wirklich benötigt, da die zusätzlichen Optionen schnell die Preise für eine DSL-Verbindung über einen Satelliten in die Höhe treiben können.

Die Satellitentechnik im Detail

Grundsätzlich kann man bei der Übertragung des DSL über einen Satelliten zwei verschiedene Arten unterscheiden. So gibt es die sogenannte Ein-Weg-Technik, welche jedoch in der heutigen Zeit immer weniger Anwendung findet. Hierbei wird nur der Download der Daten über einen Satelliten ermöglicht. Für einen Upload, welchen man jedoch bereits bei dem Aufbau einer Website benötigt, wird ein zusätzlicher Anschluss über ein Modem und das Telefonkabel vorausgesetzt. Dies hat zur Folge, dass zusätzliche Kosten anfallen. Der Download der Daten läuft zwar schnell ab, da aber die Daten über das Telefonkabel hochgeladen werden müssen, kann es zu längeren Ladezeiten kommen. Dies ist der Grund, warum diese Technik nicht sonderlich effektiv arbeitet und somit auch weniger zum Einsatz kommt.

Der Nachfolger, die Zwei-Wege-Technik, kann vollkommen mit einem Satelliten auskommen. Der Download der Daten und auch das Hochladen erfolgt über ein und denselben Satelliten. Man benötigt keine zusätzlichen Gerätschaften, wodurch sich die Kosten überschaubar und gut kalkulierbar halten. Auch die Geschwindigkeiten dieses Übertragungssystem kann sich durchaus sehen lassen. Für Privatkunden wird eine Übertragungsrate von bis zu 20 Mbit/s angeboten. Im Vergleich kann das DSL über einen Satelliten demnach problemlos mit einer herkömmlichen 1600er-Leitung mithalten. Sogar LTE-Geschwindigkeiten sind über Satellit möglich.

Vorsicht vor den Kosten

Entscheidet man sich für DSL über einen Satelliten, so sollte man die Kosten im Blick behalten. Neben den laufenden monatlichen Kosten können erhebliche Zusatzkosten entstehen. Oftmals verlangen die Provider einmalige Aktivierungsgebühren. Zudem können Kosten für die benötigte Hardware anfallen. So benötigt man in manchen Fällen beispielsweise ein Modem oder eine Satellitenschüssel. Je nach Anbieter kann man diese direkt kaufen oder auch mieten. Entscheidet man sich direkt für einen Kauf, so können schnell einmalige Kosten in Höhe von mehr als 300 Euro entstehen.

Grundsätzlich muss man sagen, dass die Kosten für die Einrichtung des DSL über einen Satelliten teurer ausfallen, als es beim klassischen Kabelempfang der Fall ist. Dennoch lohnt sich die Investition, wenn man diese Form der Datenübertragung für einen längeren Zeitraum nutzt.

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